Geschichte

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Der Delmenhorster Schützenverein

Die Chronik des Delmenhorster Schützenverein v. 1847e.V.

Die Tradition der Schützenfeste reicht auch in unserer Stadt bis in das Mittelalter zurück. Am Vortage der Gründung des Schützenvereins brachte das „Delmenhorster Kreisblatt” einen geschichtlichen Rückblick über den Dienst der Bürger für die Verteidigung der Stadt und der Herrschaft Delmenhorst und das Volksfest des Vogelschießens. Darin heißt es: „Neben ihrer bürgerlichen Handthierung hatten ehemals die Delmenhorster Bürger auch das Kriegshandwerk zu treiben. „Wäre es der Fall,” heißt es schon in dem Freiheitsbriefe von 1731, „daß uns jemand verbauen (etwa durch eine Burg an der Gränze) oder überziehen wollte, das sollen uns und unsern Erben unsere vorgenannten Bürger wehren helfen, also weit, als unsere Herrschaft gränzt.” Neben der Verteidigung der Stadt hatten die Bürger auch die Aufgabe, Wolfsjagden abzuhalten, besonders im Dreißigjährigen Kriege.

Der Ausbildung der Bürger mit den Waffen diente das Vogelschießen am Pfingstdienstage. Als erste Nachricht über das Vogelschießen gibt es folgende Aufzeichnung aus dem Jahre 1503-04 an: „Item de Borgere to Delmenhorst, do se ern Vogel schotten, na older ghewonte 1 tunnen beres, facit 1 M 2 grote.” (Desgleichen die Bürger zu Delmenhorst, als sie nach alter Gewohnheit nach ihrem Vogel Schossen, 1Tonne Bier, macht 1 M 2 grote). Aus dieser Zeit stammte auch der Papagoy, den der König an einer silbernen Halskette trug und dessen Brust mit der Jahreszahl 1514 geschmückt war. Diese Art, das Pfingstschießen zu halten, reichte bis in die Zeit der dänischen Regierung. Nach einer Pause begann dann 1680 auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Hermann Humor, wieder das Vogelschießen. Eine Sorge der Schützen betraf den Platz zur Abhaltung des Vogelschießens. Diese Frage wurde mit Hilfe der Obrigkeit gelöst. Auf ”vielfältiges Supplicieren” bei der damaligen dänischen Regierung, um Anweisung eines Schützenplatzes, erhielt 1681 die Bürgerschaft den bei der Düper Mühle und hinter dem ehemaligen Gasthause belegenen, späterhin verkleinerten sogenannten Stollenkamp, abgabenfrei geschenkt”, wie es in dem geschichtlichen Bericht heißt.

Neben der „Vogelstange” hatte man für die Teilnehmer und Gäste Lauben aus Maibäumen errichtet. Den Schützenkönig schmückte man mit dem silbernen Papagoy, dessen Besitz ihm für ein ganzes Jahr die Freiheit von allen bürgerlichen Abgaben und Lasten zusicherte. Es wurden Wein, Bier, Pfeifen und Taback usw. gereicht, „auch Lachs fehlte nicht”.

Diese Schützengilde bestand aus zwei Compagnien. Zur ersten Compagnie gehörten die Bürger vom „Wildeshauser Ende”, zur zweiten die vom „Bremer Ende”. Die Grenze bildete die Straßenrenne vor der Kirchstraße. Jede Companie hatte Offiziere (Hauptmann, Fähnrich, Adjutanten) und sieben Unteroffiziere und Tambour. Der Bürgermeister war Stabsoffizier. Die Oberoffiziere trugen statt eines Säbels Piquen mit eisernen polierten Spitze. Für Biergeld hatten die Unteroffiziere die Bürger einzuexerzieren. Beim Ausmarsch hatte die Compagnie, zu der der König gehörte, den Vortritt. So war alles trefflich organisiert.

Trotzdem hörte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts dieses Vogelschießen allmählich auf. Im Jahre 1769 wurde die Vogelstange (mit Ausnahme der eisernen Spitze) öffentlich meistbietend verkauft.

In den unruhigen Jahren um 1848 zog von dem Geist der Revolutionsjahre auch etwas in Delmenhorst ein. Das zeigt die Wiedergründung des Schützenvereins. Mit Patriotischen Worten rief Postverwalter Fitger zur Bildung eines Schützencorps auf, unter anderem sagte er: „Ein Schützencorps zu bilden, dessen Mitglieder sichere Hand, die Büchse als Zeichen der Wehrhaftigkeit und Tüchtigkeit zierte und mit Gewandheit von ihnen geführt wurde, um schon die Jugend heran zu bilden, zu dem, was man vom Mann fordert”. Sein Aufruf hatte Erfolg:

Als am 3. April 1847 der Postmeister Fitger, der Amtseinnehmer Cramer, der Pupillenschreiber Knauer und weitere drei angesehene Delmenhorster Bürger das Delmenhorster Schützenkorps gründeten, war dies der 300. Jahrestag der Wiedervereinigung Delmenhorst mit Oldenburg.

Die Gründungsversammlung fand im Fitgerhaus statt. Im Laufe des Jahres wurden neun, im folgenden Jahr acht Mitglieder in das Schützencorps aufgenommen. Die Uniform bestand aus einem grünen Rock und einer Mütze aus schwarzem Wachstuch. Die erforderlichen Büchsen, Pulverhörner und Taschen wurden den Mitgliedern gegen monatliche Zahlung von zwei Thalern überlassen.

Amtseinnehmer Cramer stellte dem Schützekorps seinen Heidplacken in Moorkamp als Schießstand zur Verfügung. Die dahin führende Straße wurde nach ihm „Cramerstraße” benannt. Das erste Schützenfest dauerte einen Tag. Beim Ausmarsch gab es noch keine Musik, und somit war es mit dem Gleichschritt nicht weit her. Auf dem Schützenplatz war zur Erfrischung ein Schankzelt aufgestellt, andere Buden fehlten. Das Korps wurde von einem Hauptmann und einem Leutnant geleitet. Sollte die Zahl über 50 steigen, so war für die nächste Zeit ein Oberleutnant zu wählen. Später kamen ein weiterer Leutnant, ein Rechnungsfüher sowie Fahnenjunker dazu. Diese „Oberen” hatten dafür zu sorgen, dass die Ordnung und der Anstand, wozu auch die äußere Erscheinung gehörte, gewahrt wurden. Bei Streitigkeiten hatte ein Schiedsgericht Zeugen und Beteiligte zu Protokoll zu nehmen und danach ein Urteil zu verkünden.

Durch die steigende Zahl der Mitglieder - im Jahr 1852 waren es schon 110 - wurde überlegt, eine Aktiengesellschaft zur Errichtung eines Schützenhauses zu gründen. Ziel war es, durch Ankauf einiger städtischer Gemeindeplacken und durch Schaffung eines geräumigen Hauses dem Delmenhorster Schützenkorps ein schuldenfreies Gemeingut zu schaffen.

Der Amtseinnehmer Cramer, Hauptmann Schwartz und Pupillenschreiber Knauer hatten maßgeblichen Anteil bei der Gründung der Aktiengesellschaft am 19. Dez. 1852. Es wurden 210 Aktien zu je zehn Thalern Gold gezeichnet. Als erster Direktor wurde Knauer, als zweiter Cramer gewählt. Zur Sicherung der Aktien hafteten der Schützenhof und das Eigentum des Schützencorps, sowie Amtseinnehmer Cramer. Für 1042 Thaler 36gr. Gold wurden Grundstücke angekauft. Cramer allein gab fünf Gemeinschaftskämpe zum Preis von 700 Thalern her. Im Jahre 1854 wurden elf verdiente Schützen und angesehene Bürger der Stadt zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Das Richtfest für den Schützenhof wurde am 24. August 1853 gefeiert. Das Haus wurde in einer Länge von 160 Fuß und einer Breite von 40 Fuß aufgeführt. Der vordere Teil als Tanzsaal. Die Baukosten beliefen sich auf 4.080 Thaler und 431/2 gr. Gold. Die Aktienkasse hatte Einnahmen von 5.175 Thaler Gold, davon 2.170 Thaler für Aktien und 3.000 Thaler geliehener Kapitalien. Im Jahr 1866 wurden nochmals 46 Aktien ausgegeben. Für 200 Thaler jährlich wurde der Schützenhof verpachtet.

Anlässlich des Schützenfestes am 28.und 29. August 1853 konnte der Schützenhof seiner Bestimmung übergeben werden. Mit Böllerschüssen, einem Feuerwerk und Illumination waren dies festliche Tage für Delmenhorst. Der Platz und der Saal waren mit Fahnen, Girlanden und viel Grün geschmückt. Es waren zwei Karussels aus Bremen sowie Wirtschafts- und Kuchenbuden und eine Bolzenschießbude auf dem Festplatz. Am Schützenausmarsch durch die festlich geschmückte Stadt beteiligte sich auch die Delmenhorster Bürgerwehr. Der Schützenhof wurde auch sofort von anderen Delmenhorster Vereinigungen genutzt. So von der St.Polykarpus-Gilde und vom Tierschauverein.

Diese Chronik wurde aufgezeichnet von Klaus Logemann, Archivar des Vereins.

Quellen: Delmenhorster Kreisblatt und E. Grundig, Stadtgeschichte,

und alten Protokollen. Januar 2007.

Die weitere Entwicklung im Zeitraffer:

1854: Im Juli wird eine neue Fahne geweiht.

1855: Im August werden Knauer und Cramer mit Ehrengaben wie Säbel, Achselschnüre und Federbusch ausgezeichnet, für ihre Verdienste um das Schützenkorps.

1863: Anschluss an den Oldenburger Schützenbund, dessen Schirmherr der Großherzog von Oldenburg ist.

1864: Am 1. Mai Einführung der Deutschen Schützenjoppe.

1873: Anschaffung einer neuen Fahne, sie wurde bis 1997 im Umzug mit geführt.

1873 u. 1885: Oldenburger Bundesschießen in Delmenhorst.

1894: Bau einer Schießhalle für 75m-, 175m- und 300m-Stände.

1895: Der vordere Teil des Schützenhofes wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Kosten: 15.000 Mark.

1897: Im August wird das 50-jährige Bestehen des Schützenvereins mit großem Aufwand gefeiert. Großartiger Festumzug in historischen Kostümen und Festwagen, gestaltet vom Maler und Dichter Arthur Fitger, Sohn des Vereinsgründers. Die Themen der Gruppen gingen von den Hünen von Stenum bis hin zur Delmenhorster Industrie. Besonderes Gepräge gab dem Fest die Anwesenheit seiner Königlichen Hoheit Großherzog von Oldenburg, Nikolaus Friedrich Peter. Er stiftete dem Verein eine Königskette. Ein Denkmal für ihn steht im Tiergarten (gestiftet vom Deichhorster Kriegerverein)

1911: Adolf Logemann (genannt „Jumbo”) wird Schützenhauptmann.

1913: Aufhebung der Strafgelder für Fehlen bei Beerdigungen und dem Exerzieren.

1915 - 1918: Kein Schützenfest. Erster Weltkrieg.

1916: Aufnahme eines Darlehens, um aufgelaufene Schulden abzudecken.

1919: Am 14. Februar außerordentliche Mitgliederversammlung. Es wird beschlossen, den Schützenhof zum Preis von 150.000 Mark an die Stadt zu verkaufen. Sie baute das Gebäude in den nächsten Jahren um, zum „Theater im Schützenhof” mit großer Bühne, auf der außer Schauspielen auch Opern und Operetten aufgeführt wurden. Erstes Nachkriegsschützenfest ohne Ausmarsch. Eintrittsgeld 10.000 Mark.

1923: Inflation: Eintrittsgeld in den Schützenverein 10.000 Mark, Halbjahresbeitrag 4.000 Mark. Die Festkarte zum Schützenfest kostet 20.000 Mark; das Vogelschießen zusätzlich noch 25.000 Mark. Überschuss des Festes 11.566.070 Mark. Die Geldscheine sind in der Chronik zu sehen. Im Dezember wird der Beitrag auf „vier” Mark in wertbeständiger Währung festgesetzt.

1924. Zum Schützenfest besteht wieder Uniformzwang.

1925: Gründung einer Jungschützenabteilung. Der Musikpavillon vor dem Schützenhof wird eingeweiht.

1926: Wieder große Maskerade im Schützenhof, wird von 720 Personen besucht.

1929: Es wird zum ersten Mal ein „Wettermacher” gewählt. Er hat dafür „zu sorgen”, dass am Schützenfest gutes Wetter herrscht.

1931: Wegen schlechter Wirtschaftslage keine Maskerade und kein Königsbier.

1932: Es wird eine Kleinkaliberabteilung gegründet.

1936: Eine Königsversicherung wird beschlossen. Der 1861 gegründete Deutsche Schützenbund wird aufgelöst. -- Delmenhorst wird Garnisonsstadt.

1939: Hermann von Weyhe legt aus Altersgründen sein Amt nieder, Nachfolger wird Adolf Logemann (kommissarisch).

1940: Einweihung der neuen Kleinkaliberstände. 31 Mitglieder sind zum Heeresdienst einberufen.

1942: Bei einem Luftangriff am 28/29. Juni zerstört eine Luftmine den Schützenhof; auch die Schießhalle wird in Mitleidenschaft gezogen, so dass kein Schützenfest durchgeführt werden kann.

1943 u. 1944: Die Schützenfeste werden in kleinen Rahmen begangen. Es gibt nur dünnes Königsbier und auf Sonderzuteilung vier Cognac`s pro Schütze. Wegen der häufigen Fliegeralarme konnten Schießzeiten oft nicht eingehalten werden. Auf dem angrenzenden Sportplatz und vor der Schießhalle werden große Baracken aufgestellt. In ihnen wohnen Fremdarbeiter. Dies ist das vorläufige Ende des Schießbetriebes.

1946: Adolf Logemann verstirbt. 35 Jahre war er Schützenhauptmann. Er hinterlässt dem Verein eine handgeschriebene und reich illustrierte Chronik. Die drei dicken Bände sind heute noch zu bewundern.

1947: Keine Feier -- kein Schießen --- nichts mehr ~~ Später wird eine limitierte Jubiläumsmedaille heraus gegeben !!

1949: Im Juli treffen sich 12 Schützen, um über das Aufleben des Delmenhorster Schützenvereins zu beraten.Am 26. Juli findet die Wiedergründungsversammlung statt. 1. Vorsitzender wird Gerhard Mehrtens, 2.Vorsitzender Hermann von Weyhe jun. Die 1943 wegen Bombengefahr ausgelagerten Pokale und Königsketten sind verschollen.

1951: Wilhelm Fastenau wird Schützenhauptmann. Die Schützenfeste finden jetzt in der Grafthalle statt. Es darf nur mit Armbrust auf den Vogel geschossen werden.

1953: Aus Gesundheitsgründen tritt G. Mehrtens zurück, er wird Ehrenvorsitzender. Sein Nachfolger wird Hermann von Weyhe, Schießmeister August Wübbeler, Jugendwart ist Paul Günsche. Eine neue Königskette und der Papagoy vom Vorstand gestiftet.

1954: Im Januar Delegiertentagung des Nordwestdeutschen Schützenbundes in der Grafthalle. Ehrengast ist der Präsident des Deutschen Schützenbundes.

1955: Teilnahme am 21. Deutschen Bundesschießen in Hannover.

1956: Ein lang gehegter Wunsch wird wahr: Die Forstverwaltung überlässt dem Verein einen Platz im Tiergarten in Erbpacht. Schützenbruder und Architekt Hermann Göckens entwirft Pläne für den Schießstand-Neubau. Ende des Jahres erteilt die Stadt die Baugenehmigung. Grundsteinlegung am 7. April im Beisein von Oberbürgermeister v.d. Heyde. Baukosten ca. 30.000 DM und 2.400 freiwillige Arbeitsstunden.

1957: Einweihung der neuen Schießhalle am 3. bis 5. August anlässlich des 110. Schützenfestes

1958: Wiedereinführung des Maikönigschiessens.

1959: Installation der Scheibenzuganlagen. Anbau einer Wohnung an die Schießhalle, ferner wird eine Ausschankmöglichkeit geschaffen. Die Stadt Delmenhorst genehmigt den Wohnungsanbau mit der Auflage, dass der Bewohner sich als Forsthüter für den Tiergarten bereit erklärt. Hermann Lüpkes übernimmt dieses Amt und zieht mit der Familie in die Wohnung ein.

1960: Durch den Anbau ist die Möglichkeit gegeben das Königsfrühstück in der Schießhalle abzuhalten. Mitgliederzahl zum ersten Mal über 200 !

1961: Das Winterfest wird wieder als Maskerade abgehalten. Bau einer Damentoilette und eines Kassenraums.

1962: 100-Jahr-Feier des Oldenburger Schützenbundes. Die 1847er nehmen mit einer Abordnung von 30 Schützen teil.

1963: Einladung durch den Oberstadtdirektor Rathjen am Dienstagmorgen nach dem Schützenfest kostenlos im neuen Stadtbad zu baden. (Um den Kater zu verscheuchen). Diese Einladung gilt auch heute noch !!

1965: Zum 118. Schützenfest spielt die Kapelle der K.u.K.Bürgergarde Haslach aus Oberösterreich; Konzerte auch im Wichernstift und in der Delmehalle (ca.600 Besucher).

1967: Die neue Königstafel, geschaffen von Wilhelm Barnstein, wird eingeweiht.

1968: Weihe der neuen Standarte nach einem Entwurf von Ernst Logemann.

1971: 600 Jahre Stadt Delmenhorst - die 1847er nehmen am großen Festumzug teil.

1972: 125 Jahre Delmenhorster Schützenverein. Großes Festprogramm. Präsident Gerd Agena vom Oldenburger Schützenbund hält die Festrede neben vielen Ehrengästen. Am Abend großer Ball im Schützenhof am Tiergarten.

1973: Überdachter Neubau von 10 Luftgewehrständen.

1976: Eine neue Satzung wird beschlossen.

1977: Hermann von Weyhe tritt zurück und wird Ehrenvorsitzender, Nachfolger wird Rainer Grahl, 2. Vorsitzender Adolf Peters, Schützenhauptmann Wilh. Fastenau.

1978: Schützen- und Sylvesterball in der „Delmeburg” (bis 1980).

1980: Erweiterung der Schießsporthalle mit Waffenkammer und Neubau einer Toilettenanlage.

1984: Damenabteilung wird offiziell in den Verein übernommen. Verlegung des Umzuges vonSonntagvormittag auf Sonnabendnachmittag. Der Ball wird in Zukunft in der Schießsporthalle abgehalten.

1985: Adolf Peters wird 1. Vorsitzender nach Rücktritt von Rainer Grahl, 2. Vorsitzender ist Günter Neunaber, Klaus Logemann wird zum Schützenhauptmann und Wilhelm Fastenau zum Ehrenhauptmann gewählt.

1986: Teilnahme am Bundesschützentag in Osnabrück.

1988: Das Ehepaar Marquardt übernimmt die Bewirtung in der Schießsporthalle.

1989: Erste Verhandlungen mit der Forstverwaltung wegen Grundstücksankauf.

1990: Es werden Kontakte zur „Eberwalder Schützengilde von 1588” hergestellt.

1991: Der Kauf des Grundstücks Tiergartenstr. 6a wird durch Darlehensgebung der Mitglieder möglich. Die Tiergartenstraße wird ausgebaut. Die Herauslegung der KK-Stände wird durch 2.800 freiwillige Arbeitsstunden möglich gemacht. Eine neue (Sekt-) Bar wird in der Schießsporthalle eingebaut.

1992: Die Erst-Ausgabe des Schützenbriefes erscheint im November. Wieder gemeinsame Weihnachtsfeier.

1997: Im Juni nimmt eine Abordnung am Schützenausmarsch in Hannover teil. Im August 150 jähriges Bestehen des Delmenhorster Schützenvereins. Bei herrlichem Sommerwetter großer Festumzug (ca.500 Teilnehmer), vor dem Delmenhorster Rathaus Weihe einer neuen Fahne durch den Präsidenten des Oldenburger Schützenbund H.D. Fredehorst die alte Fahne von 1873 wird dem Delmenhorster Stadtmuseum übergeben. Vor der Schießsporthalle großes Festprogramm mit vielen Höhepunkten. Graf Anton-Günther führte den Umzug mit Gefolge an. Eine Festschrift wird herausgegeben. Dem Verein wird die Sport-Plakette des Bundespräsidenten überreicht.

1998: Planungen für einen neuen Pistolenstand laufen an. Martin Logemann zum 2. Vorsitzenden gewählt. Zweite Königstafel neu erstellt. --- Hochwasser in Delmenhorst. ---

1999: Oberschießmeister Wilfried Pleus und Hauptmann Klaus Logemann gehen nach 25 Jahren Vorstandsarbeit in den „Ruhestand”. Wolfgang Kluge zum neuen Hauptmann gewählt. In der Schießsporthalle wird neue Zentralheizungsanlage installiert. Nach 13 Jahren wieder Stadtschützenfest auf der „Burginsel”.

2000: Beginn der Bauarbeiten für den Pistolenstand.

2001: Schützenumzug nur noch durch Stadtteil Deichhorst.

2003: Am 28. November Einweihung des Pistolenstandes mit Vertretern des OSB, des Schützenkreis, der Stadt und befreundeter Vereine. Für den Bau wurden 4.500 freiwillige Arbeitsstunden aufgewandt. Die 1847er findet man jetzt auch im Internet !

2004: Das Stadtschützenfest findet beim Delmenhorster SV. v. 1847 statt. Klaus Logemann wird Ehrenhauptmann.

2005: Es tritt eine neue Satzung in Kraft. Neuer Vorstand: 1. Vors. Manfred Heiden. Hauptmann: Reinhard Majunke. Adolf Peters zum Ehrenvorsitzenden ernannt. NOVUM: Beim Schützenfest kein Umzug, da sintflutartige Gewitterschauer !!! Wolfgang und Ingo Stadtmüller gestalten die Königskette neu.

2006: Bewirtung in der Schießsporthalle wird vom Verein übernommen. Eine neue Beschallungsanlage ist installiert. Jana Wessel wird Stadtjugendkönigin

2007: 50 Jahre Schießsporthalle.

2008: Der Schießklub "Freihand" feiert sein 100jähriges Bestehen. Der Schießklub "Wildschütz" feiert sein 50jähriges Bestehen. Sandra Franz wird Stadtjugendkönigin. Die Vereinsjugend erhält einen Jugendraum.

2009: Tagung des NWDSB in Oldenburg mit Festball. Britta Deneke wird Stadtschützenkönigin.

2010: Pia Kluge wird Stadtjugendkönigin. Sandra Franz wird Bundesjugendkönigin des OSB. Peter Auer wird Bundeskönig des OSB.

2011: die Schießsporthalle bekommt einen neuen Vorbau.

2012: Kerstin Majunke und Wolfgang Kluge Stadtschützenkönige. 150 Jahre Oldenburger Schützenbund. Ehrenmitglied Elly Günsche wird 95 Jahre alt.

2013: Delmenhorster Stadtschützenfest bei den 1847ern. Neue Fenster und neue Eingangstür für die Schießhalle.

2014: die Schützenhalle heißt jetzt "Elly Güntsche Schießsporthalle". In der Schützenhalle neue Deckenleuchten installiert. Manfred Heiden wird wieder einmal Stadtschützenkönig. Zum ersten mal findet die Königsabholung in der renovierten Delmenhorster Markthalle statt. Gewehrzugführer Werner Lisson verstarb im Alter von 84 Jahren nach 64 Jahren Mitgliedschaft. Ehrenvorsitzender Adolf Peters verstarb im Alter von 78 Jahren nach 42 Jahren Mitgliedschaft.

2015: Reinhard Majunke zum 1.Vorsitzenden gewählt, er bleibt auch Schützen-Hauptmann.

2016: die Hauptfahne von 1891 gehört 125 Jahre zum Verein. Der Schießklub " Freihand" wird nach 108 Jahren aufgelöst.